Radio-HPLC ist eine spezielle Analysetechnik, um die radiochemische Reinheit zu bestimmt und ist die Methode zur Qualitätskontrolle in der Radiopharmazie von Molekülen mit einem Radionuklid. Die Radio-HPLC besteht aus einer klassischen HPLC mit einem Radiodetektor anschgeschlossen. Sie unterscheidet sich von der klassischen HPLC in 7 wesentlichen Punkten. In diesem Artikel gehe ich auf die Radio-HPLC Grundlagen und die 7 Unterschiede zur klassischen HPLC ein.
Inhalt
- Was ist Radio-HPLC?
- 7 entscheidende Unterschiede zwischen Radio-HPLC und klassischer HPLC
- Gemeinsamkeiten: Was bleibt gleich?
- Fazit: Radio-HPLC Grundlagen
- FAQ: Häufige Fragen zur Radio-HPLC Grundlagen
- Nächster Schritt
Die Radio-HPLC Grundlagen sind denjenigen vertraut, die die klassische HPLC kennen: Trennsäule, mobile Phase und Detektor, allerdings gibt es wesentliche Unterschiede. Die Analysezeit spielt eine entscheidende Rolle. Zudem kommen zusätzliche regulatorische Anforderungen wie Strahlenschutz hinzu.
Die Radio-HPLC ist eine eigenständige analytische Disziplin, die besondere Kenntnisse, besondere Gerätetechnik und ein besonderes Verständnis für Verbindungen und radioaktive Substanzen erfordert. Habe dazu ein Video für die HPLC-Academy erstellt: Was ist Radio-HPLC Grundlagen und wie man sie nutzt.
Schauen wir uns die 7 wichtigsten Unterschiede zwischen Radio-HPLC und konventioneller HPLC an und starten mit den Radio-HPLC Grundlagen.
Was ist Radio-HPLC? Eine kurze Definition
Radio-HPLC (Radioaktivitäts-HPLC) ist eine Variante der Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC), bei der radioaktiv markierte Verbindungen analysiert werden. Sie wird vor allem in der Radiopharmazie eingesetzt, um die radiochemische Reinheit (engl. Radiochemical Purity: RCP) von radioaktiven Verbindungen und Arzneimitteln und deren Verunreinigungen wie in PET-Tracern oder therapeutischen Radiopharmaka, zu bestimmen.
Der klassische HPLC-Detektor wie DAD, UV- oder Fluoreszenzdetektors sehen nur die nicht-radioaktiven Verbindungen. Darum wird zusätzlich ein Radiodetektor angeschlossen, der die ionisierende Strahlung der Probe misst. Die häufigsten Detektortypen sind:
- NaI(Tl)-Szintillationsdetektoren (für Gammastrahler wie ¹⁸F, ⁶⁸Ga)
- BGO-Detektoren (Bismutgermanat, ebenfalls für Positronenstrahler)
- Plastikszintillatoren (für Beta-Strahler)
- Flüssigszintillatoren (für Alpha-Strahler)
Das klingt zunächst nach einer einfachen Ergänzung – ist es aber nicht. Und genau hier beginnen die Unterschiede.
7 entscheidende Unterschiede zwischen Radio-HPLC und klassischer HPLC
1. Der Zeitfaktor: Radioaktiver Zerfall als zeitliche Begrenzung
Der radioaktive Zerfall des verwendeten Radionuklids ist der fundamentalste Unterschied.
In der klassischen HPLC hast du Zeit. Du kannst eine Methode optimieren, mehrmals injizieren, SST durchführen und falls du mehr Zeit brauchst, kannst du die Probe einfrieren für den nächsten Tag.
In der Radio-HPLC arbeitest du gegen die Uhr resp. gegen die Physik. ¹⁸F hat eine Halbwertszeit von nur 110 Minuten. ⁶⁸Ga mit 68 Minuten und bei ¹¹C nur 20 Minuten. Das bedeutet:
- Die gesamte Qualitätskontrolle muss innerhalb eines engen Zeitfensters abgeschlossen sein
- Lange Laufzeiten sind keine Option
- Methoden müssen robust und beim ersten Anlauf funktionieren
- Trial-and-Error in der Radio-HPLC ist kein Entwicklungsansatz
Was ist zu tun? Die Grundlage der Radio-HPLC ist eine schnelle Methode ohne auf die Auflösung und gute Peak-Form zu verzichten. Methodenentwicklung und -validierung erfolgen mit nicht-radioaktiven Referenzsubstanzen (Cold Standards), bevor die Methode mit echter Radioaktivität eingesetzt wird. Mögliche radiochemische Abbauprodukte wie Radiolyse oder Abspaltung des Linkers werden nicht berücksichtigt, was die Methodenentwicklung später komplizierter macht. Dafür wird später eine zweite analytische Methode verwendet, die Radio-TLC.
2. Die Detektion: Radioaktivität statt UV-Absorption
In der klassischen HPLC gilt der UV-Detektor als bewährter Standarddetektor. Er misst die Absorption von UV-Licht durch die Analyten.
In der Radio-HPLC tritt der Radiodetektor in den Vordergrund. Er misst die ionisierende Strahlung, die von den Analyten emittiert wird. Häufig werden beide Detektoren in Reihe geschaltet, wie in Abbildung 1 dargestellt:

Diese Konfiguration erlaubt die simultane (serielle!) Messung von:
- UV-Signal: Gesamtgehalt der Verbindung (nicht-radioaktiv)
- Radioaktivitätssignal: Nur radioaktiv markierte Verbindungen
Der UV-Detektor gibt dir Informationen über die chemische Zusammensetzung, allerdings sagt sie nichts über die radiochemischen Zusammensetzung aus. Dafür brauchen wir einen Radiodetektor. Dieser zeigt dir die radiochemische Zusammensetzung deiner Probe. Daraus ergibt sich die radiochemische Reinheit (RCP) und für Spezialfälle die spezifische Aktivität. Das sind die zentralen Qualitätsparameter für radioaktive Arzneimittel. Schau dir die Beispielchromatogramme in Abbildung 3 an.
Wichtig für die Methodenanpassung: Der Radiodetektor hat eine deutlich niedrigere Auflösung als ein UV-Detektor. Das beeinflusst die Peakform und erfordert angepasste Integrations- und Auswertungsparameter. Die Methode muss darum perfekt entwickelt sein, um Nebenprodukte auch sehen zu können.
3. Probenvorbereitung und Probenmenge: Nanogramm statt Milligramm
In der klassischen HPLC arbeiten wir oft mit Probenmengen im Milligramm-Bereich. Konzentration und Injektionsvolumen lassen sich flexibel anpassen.
In der Radio-HPLC ist die Substanzmenge extrem gering, oft im Nanogramm- bis Mikrogramm-Bereich. Das hat mehrere Gründe:
- Radioaktive Arzneimittel werden in sehr kleinen Mengen produziert (Micro-Tracing)
- Hohe spezifische Aktivitäten bedeuten: wenig Masse, viel Radioaktivität
- Strahlenschutz limitiert die handhabbare Aktivitätsmenge
Das führt zu analytischen Herausforderungen, die in der klassischen HPLC so nicht auftreten:
- UV-Signale liegen oft unter der Nachweisgrenze
- Die Radioaktivität ist der primäre Quantifizierungsparameter
- Carry-over-Effekte (Überstrahlung) müssen besonders sorgfältig kontrolliert und Injektionsmenge gegebenenfalls angepasst werden
4. Regulatorischer Rahmen: Schnittstelle mehrerer Regelwerke
Das ist der Bereich, der QC-Leitern in Radiopharma-Laboren am meisten Kopfzerbrechen bereitet.
Klassische HPLC-Validierungen folgen primär ICH Q2(R2) und den Anforderungen der jeweiligen Pharmakopöe (Ph. Eur., USP). Der Rahmen ist klar definiert.
Radio-HPLC bewegt sich an der Schnittstelle mehrerer Regelwerke gleichzeitig. Hier für die Radio-HPLC-Grundlagen relevanten Dokumente:
| Regelwerk | Relevanz für Radio-HPLC |
|---|---|
| Ph. Eur. 2.2.46 | Speziell für HPLC-Systeme |
| Ph. Eur. 2.2.66 | Radioaktivitätsmessung |
| Guide Pharmaceutical Preparations (Ph. Eur.) → PDF Download | Radiopharmazeutische Zubereitungen (siehe Radio-HPLC) |
| ICH Q2(R2) → PDF Download | Validierungsanforderungen allgemein |
| GMP Annex 3 | Herstellung von Radiopharmaka |
| EMA-Leitlinien | Spezifisch für PET-Arzneimittel |
| Strahlenschutzrecht | Länderspezifisch (StrlSchG, StrSchV in Deutschland) |
| DIN 25425-1 | Baulicher Strahlenschutz |
Was ist zu tun? Validierungen für Radio-HPLC müssen alle relevanten Regelwerke berücksichtigen. Eine reine ICH-Q2-Validierung ist in der Regel nicht ausreichend. Zudem reicht es nicht, wenn nur die HPLC qualifiziert ist (siehe unten Punkt 5). Der Radiodetektor muss in der Qualifizierung enthalten sein. Wichtig: Der Radiodetektor muss je nach Radionuklid kalibriert und qualifziert werden, da Paramter wie Linearität, Ansprechzeit und Detektions-Minimum und -Maximum unterschiedlich sein können.
5. Systemqualifizierung: Radiodetektor als kritische Komponente
In der klassische HPLC sowie in der Radio-HPLC bedarf es einer Systemqualifizierung (DQ, IQ, OQ, PQ). Die angeschlossenen Detektoren wie DAD oder UV-Detektoren gehören natürlich auch zur Qualifizierung.
In der Radio-HPLC kommt der Radiodetektor als zusätzliche kritische Komponente hinzu. Seine Qualifizierung erfordert:
- Kalibrierung der Detektionseffizienz (energieabhängig, nuklid-spezifisch)
- Überprüfung der Linearität im relevanten Aktivitätsbereich
- Totzeit-Korrekturen (bei hohen Zählraten)
- Hintergrundmessung und Strahlenschutznachweise
- Regelmäßige Rekalibrierung (da sich Detektoreigenschaften ändern können)
Viele Laboratorien unterschätzen den Aufwand für die Qualifizierung des Radiodetektors und stoßen dann bei Audits auf unangenehme Fragen. Im GMP-Umfeld ist diese Qualifizierung essentiell, um eine Radio-HPLC Validierung durchführen zu können.
6. Sicherheit und Strahlenschutz: Integraler Bestandteil des analytischen Prozesses
Das ist der offensichtlichste Unterschied, aber er hat weitreichendere Konsequenzen für den analytischen Ablauf.
In der klassischen HPLC sind Sicherheitsaspekte wichtig (Lösungsmittel, Chemikalien, giftige Dämpfe), aber sie beeinflussen den analytischen Prozess kaum.
In der Radio-HPLC ist der Strahlenschutz integraler Bestandteil jedes Analyseschritts:
- Probennahme und Injektion erfolgen hinter Bleiglas-Abschirmungen mit bleiabgeschirmter Spritze
- HPLC-Systeme sind in speziellen Strahlenschutzkabinen installiert oder die durch Bleisteine abgeschirmt.
- Abfall (kontaminierte Lösungsmittel, Verbrauchsmaterialien) ist radioaktiver Abfall und muss abgeschirmt und entsprechend entsorgt werden
- Kontaminationskontrollen sind Teil des analytischen Protokolls
- Aufwendige Handhabung von Verbrauchsmaterialien, da im Kontrollbereich
- HPLC-Säule kann nicht einfach im kalten Labor wieder verwendet werden, da es abgeklungen und ausgemessen werden muss, bevor die Säule den Kontrollbereich verlässt.
Das bedeutet: Methoden müssen so entwickelt werden, dass sie die Strahlenexposition des Personals minimieren – kürzere Laufzeiten, kleinere Injektionsvolumina, automatisierte Systeme (Autosampler) wenn möglich.
7. Datenauswertung: Radiochemische Reinheit als primärer Parameter
In der klassischen HPLC ist die Reinheitsbestimmung über Peak-Flächenverhältnisse im UV-Chromatogramm der normale Weg.
In der Radio-HPLC ist die radiochemische Reinheit per Radio-HPLC (RCP; engl. Radiochemical Purity) der entscheidende Qualitätsparameter und ihre Berechnung hat einige Besonderheiten:
Berechnung der RCP erfolgt nach der Formel in Abbildung 2:
RCP (%) = (Fläche des Hauptpeaks im Radiochromatogramm / Gesamtfläche aller Radio-Peaks) × 100

Klingt einfach, ist es aber nicht immer, weil:
- Zerfallskorrektur: Bei langen Messzeiten und kurzen Halbwertszeiten muss die Aktivitätsabnahme durch radioaktiven Zerfall korrigiert werden
- Hintergrundkorrektur: Umgebungsstrahlung beeinflusst das Messsignal
- Totzeit-Korrekturen: Da UV- und Radiodetektor in Serie geschaltet sind, muss die unterschiedliche Zeit berücksichtigt werden
- Radiodetektor Min-Max beachten: Bei hohen Zählraten kommt es zu Sättigungseffekten im Detektor, das gleiche gilt für die Mindestaktivität.
- Peakidentifikation: Im Radiochromatogramm können Peaks auftreten, die im UV-Chromatogramm nicht sichtbar sind (radioaktive Metaboliten, Verunreinigungen)
- Freies Radionuklid oder sehr polare Radio-Verbindungen sind mit C18-Radio-HPLC ggf. nicht zu sehen oder verfälschen das Resultat. Zur Überprüfung sollte eine weitere Methode, die Radio-TLC, verwendet werden (in der HPLC-Academy wird darauf intensiv eingegangen)

Regulatorische Mindestanforderung: Die meisten Radiopharmaka erfordern eine RCP von ≥ 95 % (Ph. Eur., produktspezifische Monographien). Für einige PET-Tracer gelten noch strengere Spezifikationen.
Gemeinsamkeiten: Was bleibt gleich?
Trotz aller Unterschiede teilen Radio-HPLC und klassische HPLC wichtige Grundprinzipien:
- Chromatographische Trennung nach denselben physikalisch-chemischen Prinzipien (Reversed Phase, Normal Phase, Ionenaustausch)
- Systemsuitability-Tests (SST) vor und während jeder Analysesequenz
- Dokumentationsanforderungen nach GMP
- Validierungsparameter wie Spezifität, Linearität, Präzision, Richtigkeit und Robustheit (mit angepassten Protokollen), jedoch gibt es auch hier wichtige Unterschiede zur Radio-HPLC Validierung, welche ich in einem anderen Artikel beschrieben habe.
Was heisst das? Wer die klassische HPLC gut beherrscht, hat eine solide Basis für die Radio-HPLC. Aber diese Basis muss gezielt erweitert werden.
Fazit: Radio-HPLC Grundlagen erfordert spezialisiertes Wissen
Die Unterschiede zwischen Radio-HPLC und klassischer HPLC sind nicht trivial. Sie betreffen den gesamten analytischen Prozess: von der Methodenentwicklung über die Systemqualifizierung bis zur regulatorischen Dokumentation.
Für QC-Leiter und Analytiker in der Forschung, Radiopharma-Laboren und CDMOs bedeutet das: Allgemeines HPLC-Wissen reicht nicht aus. Wer Radio-HPLC-Methoden entwickeln, validieren und im GMP-Umfeld anwenden will, braucht spezifisches, strukturiertes Wissen.
Die gute Nachricht: Dieses Wissen ist erlernbar, wenn es systematisch vermittelt wird.
FAQ: Häufige Fragen zur Radio-HPLC Grundlagen
Was ist Radio-HPLC einfach erklärt?
Radio-HPLC ist eine Variante der Hochleistungsflüssigkeitschromatographie, bei der radioaktiv markierte Verbindungen analysiert werden. Anstelle eines UV-Detektors, oder zusätzlich dazu, wird ein Radiodetektor eingesetzt, der die ionisierende Strahlung der Probe misst. Sie wird vor allem in der Radiopharmazie zur Bestimmung der radiochemischen Reinheit (RCP) eingesetzt.
Was ist der Unterschied zwischen Radio-HPLC und klassischer HPLC?
Der wichtigste Unterschied ist die Detektion: Während die klassische HPLC primär UV-Absorption misst, erfasst die Radio-HPLC die Radioaktivität der Probe. Hinzu kommen der extreme Zeitdruck durch den radioaktiven Zerfall, deutlich geringere Probenmengen, spezifische Strahlenschutzanforderungen und ein komplexerer regulatorischer Rahmen (Ph. Eur., GMP Annex 3).
Was bedeutet radiochemische Reinheit (engl. RCP)?
Die radiochemische Reinheit gibt den prozentualen Anteil der radioaktiven Substanz an, der in der gewünschten chemischen Form vorliegt. Sie wird per HPLC bestimmt und ist der wichtigste Qualitätsparameter für radioaktive Arzneimittel. Die meisten Radiopharmaka erfordern eine RCP von ≥ 95 % gemäß Ph. Eur.
Welche Regelwerke gelten für Radio-HPLC in der Radiopharmazie?
Radio-HPLC unterliegt mehreren Regelwerken gleichzeitig: Ph. Eur., ICH Q2(R2) (Validierung), GMP Annex 3 (Herstellung von Radiopharmaka) sowie dem nationalen Strahlenschutzrecht (in Deutschland: StrlSchG, StrSchV) und DIN 25425-1 für die Auslegung des Labors.
Wie lerne ich die Radio-HPLC Grundlagen?
Mit der klassischen HPLC hast du eine gute Grundlage. Dieser Artikel gibt die die Radio-HPLC Grundlagen und findest in den Modulen der HPLC-Academy zum Thema Radio-HPLC einen super Wissensdatenbank, mit der du dein Wissen vertiefen kannst. Ich stehe dir immer für weitere Fragen zur Verfügung.
Kann ich meine klassische HPLC-Methode direkt für Radio-HPLC übernehmen?
Ja und Nein. Allerdings muss die Methode angepasst werden. Klassische HPLC-Methoden sind oft zu lang für kurzlebige Radionuklide und berücksichtigen nicht die Besonderheiten des Radiodetektors (Auflösung, Totzeit-Korrekturen). Methodenentwicklung und –Validierung müssen spezifisch für die Radio-HPLC durchgeführt werden. Oft sind die HPLC im Kontrollbereich etwas älter und verfügen über keinen Autosampler, was eine weitere Anpassung erfordert.
Praxistipp: Methode nicht-radioaktiv entwickeln und optimieren ggf. validieren, dann auf die Radio-HPLC übertragen und die Radiochemischen Parameter optimieren. Überprüfung der beiden HPLCs (falls es sich nicht um das gleiche Gerät handelt) mit dem kalten Standard. Dabei spielt eine mögliche geringere Detektionslimite des UV-Detektors bei älteren Geräten eine untergeordnete Rolle, da für die Radiomarkierung sowieso sehr geringe Mengen verwendet werden (siehe dazu Unterschied 3. Probenvorbereitung und Probenmenge)
Wie lange dauert eine Radio-HPLC-Analyse typischerweise?
Aufgrund der kurzen Halbwertszeiten der eingesetzten Radionuklide (z. B. ¹⁸F: 110 min, ⁶⁸Ga: 68 min) müssen Radio-HPLC-Methoden auf kurze Laufzeiten von typischerweise 5–15 Minuten ausgelegt sein. Die gesamte Qualitätskontrolle muss innerhalb eines engen Zeitfensters abgeschlossen sein.
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Über den Autor
Dominic Franck ist HPLC-Spezialist mit über 15 Jahren Erfahrung in der Pharma- und Radiopharmaindustrie und Gründer der HPLC-Academy. Die Radio-HPLC Grundlagen hat er vor über 11 Jahren an der University of Cambridge und ETH Zürich gelernt und weiter ausgebaut und zum Thema Paper geschrieben. Er war Abteilungsleiter Analytik und hat zahlreiche HPLC-Validierungen und Audits begleitet. Er vermittelt auf seinem YouTube-Kanal praxisnah den Umgang mit der HPLC und verrät die Trick und Kniffe beim Troubleshooting. Mit der HPLC-Academy und dem spezialisierten Radio-HPLC-Modul hilft er User, Analytiker und QC-Leiter, ihre Methoden beim ersten Anlauf zu entwickeln, optimieren, validieren und Audits mit Zuversicht zu bestehen.
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Zuletzt aktualisiert: August 2026




